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Ein Kleid für meinen Sohn! Warum nicht?

Hejsan,

Ich war enttäuscht als einige Personen (Nationalität ist hier unwichtig) auf mich zukamen und fragten warum ich meinem Sohn ein Kleid anziehe. Es löste ein innerlichen Wiederstand bei mir aus. Ich wollte protestieren und es gelang mir nicht. Ich erreichte die Personen nicht. Ich ging ich immer wieder in die Rechtfertigung und versuchte den Personen zu erklären, dass meine Kinder viel zu klein sind, zu verstehen was wir als „gesellschaftliche Normen“ und „Normalität“ sehen.

Meine Zwillinge wachsen zweisprachig auf, wir Eltern sprechen nur deutsch mit ihnen, das Schwedisch bekommen sie als Zweitsprache geschenkt. Hinzu kommt, dass Zwillinge im allgemeinen ihre eigene Sprache entwickeln und dadurch kommunizieren sie viel besser miteinander als wir uns vorstellen können. Jetzt mit 3 Jahren fangen unsere Zwillinge an sich mehr und mehr auf deutsch und schwedisch mitzuteilen. Sie bilden kurze Sätze in dem die Grammatik noch total verdreht ist. Wieso sollten wir eine gesellschaftliche Norm diesen kleinen Menschen erläutern, wo sie doch mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind. Es scheint mir skurril und zweit?rangig meinen Kindern zu erklären wer von ihnen Glitzer, Kleid, Haarspangen oder Supermankostüm in der Gesellschaft tragen „darf“. Gibt es so viel wichtigeres im Leben als unsere veralteten gesellschaftlichen Normen.

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Stoffbeutel gegen Plastiktüten

Hejsan!

Schon im letzten Jahr hatte ich kaum die Möglichkeit gefunden bei den Taschen sew-along 2016 von greenfietsen mitzumachen. Diese Jahr sind die Ziele groß, denn ich mag es nicht nur Taschen zu nähen, nein,  ich muss auch etwas Stoff aus meinen Stofflager abbauen. Ich möchte also versuchen so oft wie möglich an dem Taschen sew-along 2017 von greenfietsen Teilzunehmen. Schön das es mit etwas einfachen und vorerst weniger aufwendigen Stoffbeutel beginnt, denn wenn ich die anderen Themen lese, sehe ich eine inspirative Zeit vor mir. Die erste Aufgabe des Jahres 2017 beim Taschen Sew-along – „Nähe einen Stoffbeutel“ – ging mir leicht von der Hand, da ich Stoffbeutel einfach in jeglicher Ausführung mag. Und ich finde sie dazu noch nützlich, denn ich kann einen kleinen Beitrag gegen unsere stetig wachsenden Müllberge leisten. Continue reading

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Vom Holz zum Leder !

Hejsan,

endlich kann ich euch meine selbstgemachte und nur für mich erstellte Wandmaske präsentieren. Ich hatte euch schon einmal Anhand meiner antrogynen Ledermaske beschrieben wie ich zu dieser Kunst, Masken herzustellen, gekommen bin. Heute möchte ich noch einen Schritt weitergehen. Bei meiner ersten Maske erhielt ich die zu benötigende Holzmaske als Leihgabe und formte mit Hilfe dieser meine erste Ledermaske. Aber mein Wille war Gross und ich unglaublich wissbegierig. Ich wollte schnitzen und sehen wie es ist einem Holzklotz Charakter, in Form einer Maske, zu geben. Dabei inspirierte ich mich an Vorlagen von afrikanischen Masken und zeichnete mit Hilfe diesen meinen Entwurf aus verschiedenen Ansichten auf das Papier, um somit eine dreidimensionale Vorstellung meiner Maske zu erlangen. Dann machte ich mich an die Umsetzung meines Entwurfes. Beim Schnitzen liegt die Schwierigkeit darin etwas abzutragen. Ein „Schnitzer“ zu viel könnte die komplette Maske in Form und Ausdruck verändern. Auf meinem zeichnerischen Entwürfen sind einige ornamentische Details, im Stirnbereich der Maske, in den seitlichen Bereichen als Ohrgehänge und an den sogenannten Augenbrauen, erkennbar. Schon bei meinen Entwurfsarbeiten und den verbundenen Überlegungen war mir wichtig herauszufinden wie weit es möglich sein würde das Leder an diese ornamentischen Details anzupassen. Wieviel ich vom Holz abtragen sollte um später ausreichend Tiefe in meiner Ledermaske zu erzielen und was eventuell unnötig erscheint. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, da diese Aufgabe mich gefordert hat.

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